Erinnerungen…

Gegen das Vergessen
Gegen das Vergessen

Gegen das Vergessen..

Weltweit befinden sich zur Zeit etwa 60 Millionen Menschen auf der Flucht (1). Einige davon haben mit riesigen Strapazen die Flucht nach Europa angetreten. Sie kommen aus Kriegsgebieten und Ländern in denen sie verhungern würden. Sie wurden angegriffen, gefoltert, missbraucht, haben Angehörige und ihre Existenz verloren.

Auf dem Weg nach Europa und auf der Suche nach Sicherheit werden sie an den Grenzen zurückgedrängt, in Lager eingepfercht, teilweise ohne Wasser und Verpflegung. Sie werden sogar erschossen. Sie fliehen weiter bis sie in ein vermeintlich sicheres Land kommen. Deutschland gilt als so eins.

Aber hier in Deutschland erwarten sie im zunehmenden Maße weitere Bedrohungen von ängstlichen Bürgern, die ihre Kultur in Gefahr sehen. Diese Bürger lassen sich aufwiegeln, aufhetzen und immer mehr Straftaten (2) in Form von Angriffen auf Geflüchtete oder Brandstiftungen bis hin zu Morden sind die Folge. …

Aber es gibt auch andere Menschen, nämlich die, die helfen, die Empathie besitzen und pragmatische Lösungen suchen und finden.

Das gefällt dem aufgehetzten Bürger nicht, und droht und diffamiert alle Andersdenkende. Politiker werden lebensbedrohlich verletzt, Journalisten angegriffen, Fakten werden als Lüge bezeichnet, und wie vom Wahn beseelt werden auch die Helfer von Angriffen (3) dieser „besorgten“ Bürger nicht verschont.

Es ist eine gesellschaftliche Katastrophe, dass Menschen, die anderen Menschen in Notlagen helfen und ihnen beistehen, bedroht werden!

Es ist noch eine folgenreichere Katastrophe, dass sich so viele Menschen in unserer Gesellschaft befinden, die jegliches Geschichtsbewusstsein vergessen haben.
Das Leid, welches dieses unsägliche NSDAP-Regime über so viele Menschen brachte, wird außer Acht gelassen. Das Menschen wegen ihrer Religion (4), ihrer Herkunft oder einfach eines Gerüchts, ihrer friedlichen Überzeugung wegen in Konzentrationslager (5) gesteckt wurden, mit dem Zweck sie auszubeuten und dann auf verabscheuungwürdigste Art (6) zu töten. Das Kinder und Babys getötet wurden, weil sie nicht der ideologischen Norm entsprachen und kranken Menschen Euthanasie (7) aufgezwungen wurde. Das Kinder und Erwachsene indoktriniert und traumatisiert wurden. Vergessen, dass sich die Ideen des Nationalsozialismus menschenfeindlich gezeigt haben und immer noch sind, und im zweiten Weltkrieg über 71 Millionen Menschen den Tod (8) fanden.

Wer heute all das vergisst, mit dem Vorwand deutsche Kultur zu bewahren und deshalb Flüchtenden und Hilfsbedürftigen die Hilfe zu versagen, ist nicht besser als die Mörder von damals.

Ignorieren geht nicht, aber laut werden gegen diese Polemik und Hetze ohne Argumentation, die von Ängsten statt von Mut geprägt sind, gegen Rechtsradikale und Mitläufer die sich von geistigen Brandstifter aufhetzen lassen, das muss sein!

Wer Angst hat mit reingezogen zu werden und nichts gegen diese unsäglichen Parolen und Menschenfeindlichkeit tut, macht sich mitschuldig!

Mach mit gegen das Vergessen und für mehr Menschlichkeit!

 

  1. http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/fluechtlinge-unhcr-jahresbericht
  2. http://mut-gegen-rechte-gewalt.de/service/chronik-vorfaelle
  3. http://www.presseportal.de/pm/75892/3122533
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938
  5. https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ausgrenzung/kz/
  6. http://www.kiga-berlin.org/Dokumentationen/auschwitz/Pages/hi14.html
  7. https://edoc.ub.uni-muenchen.de/4042/1/Moissl_Norbert.pdf
  8. http://motherboard.vice.com/de/read/diese-animation-laesst-uns-das-unglaubliche-ausmass-des-2-weltkriegs-verstehen-555